Moby Dünn: Die Jagd nach dem weißen Wurm (6)

Hier ruht Borkums erster Walzahnarzt: Friedhof am Alten Leuchtturm (Foto: Munich Globe Bloggers)

„Das ist die Salzluft”, sage ich. „Nee, das sind die Krabbenbrötchen”, sagt Madame. Wir rätseln, warum mein Hirn ständig in abstruse Parallelwelten hinüber schwappt. Erst flüstert mir Charlie Chan seine neo-konfuzianischen Kalendersprüche ins Ohr wie ein promovierter Tinnitus, dann sehe ich einen …

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Moby Dünn: Die Jagd nach dem weißen Wurm (5)

Jagdszenen auf Borkum: Der rosa Riesendarm (nicht im Bild) greift an (Foto: Munich Globe Bloggers)

Ein poetisch gesinntes Wesen hat einen Haiku in den Sand gekritzelt. Nodding against / the wall, the flowers / Sneeze. Jack Kerouac. Der Mann ist herumgekommen. Und sein Geist trampt immer noch um die Welt. Verzückt vom Weltgeist zuckt mein Daumen. Ihm ist egal, dass es hier am Ende der Welt keine Autos und Schiffe gibt, …

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Moby Dünn: Die Jagd nach dem weißen Wurm (4)

Achtung Weltende: Bitte absteigen und zu Fuß untergehen! (Foto: Munich Globe Bloggers)

„Borkum sieht aus wie das Hai-Abzeichen, das man früher auf den Badeanzügen hatte”, sagt Madame. Vor uns liegt eine Borkum-Karte. Wir wollen ans östliche Ende der Insel. Ich finde, es sieht eher aus wie eine Möwe. „Okay”, sage ich mit der Mimik von Robert de Niro in Taxi Driver. „Du hattest doch sicher nur Seepferdchen.” Reine …

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Moby Dünn: Die Jagd nach dem weißen Wurm (3)

Und der Haifisch hat 'ne Fahne: Borkums Jever-Hafen "Mackie Messer" (Foto: Munich Globe Bloggers)

Die Bedienung im Bäckerei-Café ignoriert alle Ahoi-Rufe und Zaunpfahlwinkspiele. „Versuch’s mal mit ‘Fräulein!’”, sage ich. „Die Borkis sind etikettentechnisch noch in den Fifties.” „Nee”, sagt Madame, „die Schraube ist taub wie Beton.” Zeit für einen Charlie-Chan-Klassiker. Die Kaffee-Schraube steht mit dem Rücken zu uns. Ich werfe eine …

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Moby Dünn: Die Jagd nach dem weißen Wurm (2)

Grauen inside: Borkums bäderarchitektonisch wertvoller, aber musikalisch bisweilen mörderische Musikpavillon (Foto: Munich Globe Bloggers)

Inseln sind was für Sammler. Für Komplettisten. Leute, die sich erst wohlfühlen, wenn sie von ihren Lieblingsbands alle Platten im Regal haben, von ihren Lieblingsautoren alle Bücher. Inseln – kleine, überschaubare Inseln wie die ostfriesischen – geben einem das Gefühl, sie ließen sich in einem Urlaub …

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