Gin Diary – Episode 23

Close To Something Beautiful

Detours are my cup of shortcut! Jimmy whistled the Life of Brian theme when he was back in Jim City after enlightenment had struck his brain like a cosy meteorite (Foto: Munich Globe Bloggers / Tara Tulpe)

Detours are my cup of shortcut! Jimmy whistled the Life of Brian theme when he was back in Jim City after enlightenment had struck his brain like a cosy meteorite (Foto: Munich Globe Bloggers / Tara Tulpe)

(Hier geht’s zu Folge 1). Mir war nach Trampen. Ich sprach mit meinem rechten Daumen. „Hi Jimmy’s right thumb. I need your magic. Still there?“ „Fuck yeah!“ „Cool. Du weißt ja, ich reise mit kleinem Gepäck. No room for pacience there.“ „Sure, Alter. Mit mir stehst du keine fünf Minuten.“ „Deal.“ „Irgendwelche Vorlieben, Chef? Aston Martin DB5? Lotus Esprit S1? Ein ’57er Chevy Bel Air?“ „A Trabi should do, solange der Dudefaktor des Fahrers stimmt. Bis Jim City ist es eine Weltreise.“

Mein Trampdaumen hatte einen guten Tag. Zwei flotte Feger im restaurierten VW-Bus mit Surfbrett auf dem Dach pflückten mich vom Rastplatz. Sixties-Spirit verpflichtet. Zora und Barbarella beschallten ihre Mobilbude mit Janis Joplin. I Got Dem Ol’ Kozmic Blues Again Mama! „Feels like Route 66 to Santa Monica“, lobte ich meinen Trampdaumen. „Your best job ever.“ Und zu den Chicks: „Dachte schon, ihr wärt ausgestorben.“ Die beiden erinnerten mich an zwei meiner Best Birds. Immer dem Abenteuer nach. Für solche Ladys wurde Ruby Tuesday geschrieben.

Die Straße klebte mir Flügel an. Drei Tage lange rauschten wir westwärts, immer der Sonne nach. Manchmal auch dem Mond hinterher. Wir plünderten unsere Abenteuerkisten wie die Kaufleute in Wilhelm Hauffs Karawane, dass es nur so muckte, kalifstorchte und geisterschiffte.

Seltsam. Auf dem Weg zu meinem Basecamp in Jim City konnte ich mir plötzlich kein anderes Leben mehr vorstellen als on the road. Aber da war eben auch eine Mission. Irgendwo tief unter meiner Haut hatte jemand ein Post-it angebracht: mission first.

In Jim City war Frühling. Ein Las Vegas der Blüten. Als ich durch die Jacaranda-Allee in meiner Straße tänzelte, spürte ich Old Elvis in mir. Den Elvis von ’68. Nach seinem Tsunami-Comeback. Better than new.

Broox saß schon im Closing Time. Er bestellte zwei Barefoot Bohemian. Craft-Bier statt Gin. Symbolischer Neustart und all der Scheiß. „Cheers, Baby“, sagte Broox. „You look fucking great, Dude. But with a bunch of question marks behind your eyes.“ „You got it, Bro. You fucking got it.“

(Weiter zu Episode 24)

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