Lass stecken, Pythia!

We see the future, too

Future appeared clear as a gin and tonic: Jimmy owns a B-licence in cactus-prophecy (Foto: Munich Globe Bloggers /Tara Tulpe)

Future appeared clear as a gin and tonic: Jimmy owns a B-licence in cactus-prophecy (Foto: Munich Globe Bloggers /Tara Tulpe)

A quick and dirty welcome to the infamous MGB-Travel-Orakel for 2018. Bissel spät, aber das Jahr hat noch Luft. Vielmehr Nebel. Wir kennen die Trends, weil wir auf trendy Methoden setzen: Kakteen sind die neuen Kristallkugeln. Laut einer gefühlten Statistik liegt ihre Wahrheitsquote bei 100 Prozent – sofern die Orakelkompetenz des Sehers dem kosmischen Pythia-Standard entspricht und der Seher ein Delphi-Diplom besitzt.

Unser Chef liest die Zukunft leider nur aus vollen Bierflaschen und Einhornäpfeln – beides derzeit out of stock. Solution: elektrisches Expressfax an Jimmy, unseren Kaktusversteher und Mezcal-geprüften Sukkulentenflüsterer: „Dear Jimmy, stell deine Bunny Quest bitte auf Stand-by, wirf die Nebelmaschine an und jam uns ein kaktusbased Premium-McTravelorakel für 2018.“

Jimmys Antwort kam prompt nach drei Wochen: „No fucking bother, hombres! Schickt mir Jacky und eine Mex-Cap.“ Redaktionskaktus Jacky war not amused. Durst hält er aus. In Maßen. Aber Dauerdunkel is definetly no his mug of sunshine. Wir haben ihm dann eine UV-Lampe mit ins Paket gesteckt. Life is troubleshooting. Immerhin: Jimmy und Jacky haben sich prima verstanden. Na ja, beide haben ein Gin-Tonic-Hobby. Verdammt orakelöse Basis.

Wir können es selbst kaum erwarten, Jimmys Prognose der Welt in den optischen Rachen zu schieben. Here we schau:

1. Nerdwatching statt Birdwatching

Silicon Valley statt Camargue. Einfach zwischen Frisco und San Jo mal ins Gebüsch hechten und das Fernglas auf die High-Tech-Garagen halten. Mit etwas Glück entdeckt man einen Homo nerdis aus einer Garage hervorlugen, wenn er gerade eine Lieferpizza abgreift. Man erkennt Nerds ganz leicht am Zombie-Teint und an den Augenringen bis zum Kinn. Und außerhalb ihres Baus sieht man sie höchst selten.

2. Zeitreisen statt Fernreisen

Sorry, Singapur und Bolivien, the future belongs to trips into the future or the past. And across the universe. Jetzt exklusiv für unsere Leser: Have a tardis flight with our Zeitreisepartner Doctor Who.

3. Pre-Work-Partys statt After-Work-Partys

Manchmal wird’s einfach nix mit Reisen. Kein Grund, eimerweise Sand in den Kopf zu schaufeln. Auch der Alltag lässt sich pimpen: mit Pre-Work-Partys. Nach dem Aufstehen erst Mal die Kollegas schön saufen, dann zusammen abgrooven, die ganze Welt schön saufen und dann beschwingt in Büro tänzeln. Geht doch.

4. Gurkenstaaten statt Schurkenstaaten

Skip Brexito, Erdoganistan, Kurzland, PiSoffien, Trumpreich und all die anderen Arschpowerländer. Go for echte Gurk-Aroundies. Orte, wo El Slackerismo rules. Okay, die sind rar geworden. But there ain’t no traveling without challenge.

5. Behaviour-Lines statt Status-Lines

Express-Warteschlangen für Flieger mit Businessclassbewusstsein sind bald so was von offline. Die Zukunft sortiert die Touris nach ihrer Benimm-History. Choleris, Psychos, Vollprolls und XXL-Bitches warten in der Prick!-Line. Die Schlimmsten landen im Frachtraum. Cheers, Big Data, Big Brother, Google Knows und all die anderen Datenjäger-und-sammler-Apps!

6. Alternate-Fact-Travelling

Kreationisten, Trumpisten, Flatearthisten und andere Zwangsjackenmodels wissen es längst: Die Erde ist ganz anders als in der ketzerischen Analog-Wissenschaft dargestellt. Das rockt auch den Tourismus. Neue Reiseveranstalter wie Real Earth, Horizon Tours und Genesis Travel machen Arche-Ausflüge zum Rand der Erde, eventen UFO-Spotting in Nevada, CO2-Release-Partys und Pick-the-right-apple-Workshops im Garten Eden (aka Bible Disneyland).

7. Retro-Travelling

Das hier finden sogar wir gut: Auf dem Flohmarkt (nix eBay!) einen Baedeker aus den 50s abstauben und ab nach Rom, Paris oder Portugal – Plastikmoney, Telefon-to-go und all die anderen Post-50s-Adventure-Bremsen bleiben schön brav zu Hause.

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