Artwork Orange – Vier Dudes in Rotterdam (1)

Sleep Mode Reloaded

„Save My Screen!“ (SMS): reanimierter Oldschool-Prayer an St. Johnny Castaway, dem Schirmveck aller Office-Robinsons und Schreibtischpenner – Sleep Mode, Het Nieuwe Instituut, Rotterdam (Foto: Munich Globe Bloggers)

„Save My Screen!“ (SMS): reanimierter Oldschool-Prayer an St. Johnny Castaway, dem Schirmveck aller Office-Robinsons und Schreibtischpenner – Sleep Mode, Het Nieuwe Instituut, Rotterdam (Foto: Munich Globe Bloggers)

Wo sumpft der Flamingo, Chillonauten?“

Da war ich, das heißt Waldemar, und meine drei Co-Dudes Zocco, Babuschka und Superpam, die so hieß, weil sie wirklich super Pams hatte, was so was wie Superkräfte waren. Wir tänzelten über die wie fietsigen Pflaster von Rotterdam und begrübelten was wir mit unserem ersten Tag machen sollten, einem windigen Küstenbastard, aber trocken.

„Pannekoeken!“ donnerte die Slovo-Rakete aus Superpams smeckendem Litso, was nicht überraschend war, denn die erfolglose Suche nach Mumins hatte unsere Verdauungsgruben in die von Godzilla verwandelt. „Mit Friet“, erhöhte Zocco den Einsatz. Und Magermilchmodel Babuschka, die essen für antike Zeitverschwendung hielt und sich lieber gleich an der alten Schaumkrone labte, ließ ihre persilweißen Zubis blitzen: „Und einen malenki Schoppen vom Pelgrim speciaal Cerveza!“ „Righty right“, sagte ich mit einem wie barocken Goloss, als hätte ich eine Perücke auf meinem Gulliver geparkt und mein Litso in Puder gewälzt, „speist mit Onkel. Er zeigt euch euer Lokal.“

Da mir der Sinn nach malenki Hirnwindungsyoga stand, lenkte ich meine Co-Dudes in diesen neuen Kunst-Mesto mit dem frugalen Namen Het Nieuwe Instituut, wo jedoch lauter goedgunstige Malitschickiwicks roboteten und uns mit wohlwilligem Glimlach bedachten. Nach der ambrosischen Beutelfüllung rubbelten wir unsere wie anspruchsvollen Glotzies an den köstlichen Exponaten und machten „Oh!“ und „Ahh!“. Und dann fühlte ich den alten Heldenfunken in mir glühen, oh meine Dudes und Dudesinnen, als ich den alten Johnny Castaway entdeckte, diesen dudefizierten Monitorpfleger aus den Embrio-Tagen der gewitzten Slovomaschinen.

In diesem Musetempel hatten sie eine ganze Ausstellung über die bezumie Pixel-Muster, die über den Monitor fegten, sobald man aufhörte, die Tastatur mit Slovos zu füttern. Die meisten davon waren uns vertraut und besonders der Robinsonbruder Johnny Castaway auf seiner malenki Insel und die flügelschlagenden Toaster entlockten uns nostalgische Smecks. Die molodoi Malitschnicks heute werden solche Bilder kaum noch kennen, wo diese Slaapmasken ja nur wenige Jahre über die Monitore wuselten und das in einem wie Erdzeitalter, das sich so bedaagd anfühlte als wäre damals noch der grootsige Gelehrtenveck Erasmus von höchstselbst durch die Gegend gemöncht.

(Weiter zu Folge 2)

Leave a Reply

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>