Who the duck is Ringo?

Quirkypedia – MGB’s Discovery Channel (1)

We see things you wouldn’t believe: Fish and chips with vinegar under the bowler of John Steed
(Foto: Munich Globe Bloggers)

Den Lonely Planet konsultiert der Ringo nur auf dem Lokus.

Munich Globe Bloggers

Gurkt unser Ex-Chefpraktikant Lord Waldemar durch Mexiko, steht auf seinem T-Shirt ¡No soy gringo! Auf gut Arnie-Englisch: Don’t shoot. I’m the good guy! Yep. Bloß nicht unter Yankee-Verdacht geraten. Da gehen die Respectcredits der Sombreroritos gegen zero. Außerdem reist unser Ex-Chefpraktikant schon unter einem anderen (No-)Touri-Label: Vollringo.

Ringos sind Touris, die nicht als Touris gelabelt werden wollen. Sie camouflagen sich als Locals und maximieren damit ihr Peinlichkeitslevel auf 9 von 10 möglichen TUI-Smileys. Ein Ringo ist wortkarg wie ein namenloser Pastawesternheld. Stümperhafte Aussprache oder notorische Wortschatzpleite könnte ihn verraten. Deshalb beobachten Ringos die Natives. Und dann die alte Copy-Paste-Nummer. Erlauscht ein Gringo seine Home-Zunge, schaltet das Ringo interne Reise-Hormon-Management auf Alarmstufe Baedeker: Mute-Schaltung plus Ich-bin-dann-mal-weg-Upgrade.

Fuck the Stadtplan!

Der Ringo ist der semi-inglourious Basterd des Massentourismus. Um sich auf Reisen zu wähnen, bypasst er Touri-Orte und Touri-Feeling. Touri-Kollegen und Must-Sees meidet er wie Locals einen AIDA-Landgang. Lieber irrt der Ringo einen ganzen Tag durch verschnarchte Bausünden-Barrios, als einmal zu riskieren, beim Blick in den Stadtplan gespottet zu werden. Den Lonely Planet konsultiert der Ringo nur auf dem Lokus. Und selbstredend nur um die ringoischen No-Go-Areas abzustecken. Ringos haben zwar gibt ihr eigenes Guidebook, den Lonely Ringo. Aber viele Ringos, darunter unser Ex-Chefpraktikant Lord Waldemar trauen diesem Buch nicht über den Weg. Sie fürchten, dass schon zu viele Ringos damit unterwegs sind.

Auf seiner Fakebook-Seite prahlt Old Ringo, welche Sehenswürdigkeiten er alles nicht gesehen hat. Als Beleg postet er secret No-Selfies mit völlig belanglosen Straßen und Häuserfassaden. Nicht mal die Anwohner würden diese Orte wiedererkennen. It’s the kind of photo, das ein Analog-Touri nur versehentlich aufnimmt. Wenn er vergessen hat, die Kamera abzustellen.

Vom Ringoismus zum Ringo-Syndrom

Ist der Ringoismus ein verlängerter Fashiontrend des auscheckenden 20. Jahrhunderts? Keine Ahnung. Auf Dauer ist El Ringoismo jedenfalls fucking anstrengend. Für den Reise-Value beim Ringo-Travelling kann man auch zwei Wochen Pauschverwesung in Molwanien buchen. In extremen Fällen steigert sich der Ringoismo zum Ringo-Syndrom. Back home fragt sich Syndrom-Ringo: War ich wirklich auf Reisen? Proofs hierfür hat er keine. Ebenso wenig sachdienliche Erinnerungen.

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