Watch out, sweet Sixteen!

MGB-Schneekugel-Spotting: Das kommt 2016

Ersetzt tausende Studien und Trendscouts: Schneekugel-Research (Foto: Munich Globe Bloggers)

Ersetzt tausende Studien und Trendscouts: Schneekugel-Research (Foto: Munich Globe Bloggers)

MGB-Leser wissen mehr. Auch 2016. Logo. Wir geben unseren souverän ermogelten Wissensvorsprung direkt weiter an unsere Leser – ohne Zwischenhändler, ohne Anstandsfilter, ohne werbe-identische Zusatzstoffe. Hierfür stehen wir mit unseren Künstlernamen. Trendinho, Kofferson und Mojito Jr. wünschen auf diesem Schleichweg ein schmerzfreies, Sonnen- und Schäferstündchen affines 2016 mit 12-monatiger Rückgabegarantie. Und jetzt endlich zu den Big Changes to come:

1. Migräne ist abgeschafft – zumindest in sogenannten No-Migraine-Zonen: winzige Kabinen an öffentlichen Orten (wie die für Raucher in Flughäfen). Durch eine spezielle niederfrequente Ultramarinblau-Beschallung geht der Migräneschmerz schon nach wenigen Sekunden ins außerköpfliche Exil. Stattdessen verbreitet sich ein wohliger Tinnitus. Dem Chef gefällt’s. Unser Kalauer-Director Lord Waldemar meint, lieber wäre ihm Tintinitus.

2. Raucher-Reisen-Boom. Wir sprechen hier nicht vom Pot-Tourismus in Colorado. Nein, wir meinen, simples, analoges Tschick-Sucking: Nachdem selbst Balkonien für Raucher ein unsicheres Terrain geworden ist, spezialisieren sich immer mehr Veranstalter auf die Zielgruppe der Nikoteenager. Sie werben mit vierzehntägigen Zigarettenpausen, Hike & Smoke und Quarzkreuzfahrten auf der Kanzler Schmidt. Selbst Oberlehrer-affine Römerscherbenzählveranstalter wie Spießigerreisen.de und Schnarchiosus hängen sich an die Dampflok. In CO2-neutralen Raucherrundreisen besuchen sie Ausgrabungsstätten antiker Rauchkulturen wie die der Paffilonier, Schmauchnizier und Tabakäer.

3. Shit-Storm-Travelling. Auch wenn wir das mindestens Scheiße finden, sie kommt: die Echtmensch-Variante zum Facebook- und Twitter-Cursing. Shit-Storm-Travelling-Anbieter bringen aufgebrachte Mobs im Bus zu den Häusern und Wohnungen massengefühlt delinquenter Personen. Dort kann sich der Mob eine Stunde lang erleichtern. Mit „Pfui!“-Rufen, choreografierten Gestreckte-Mittelfinger-La-Olas und elektronischen Transparenten mit eingebauter automatischer Rechtschreibkorrektur.

4. Nach Couch-Surfing kommt jetzt Sofa-Travelling. Man bleibt, sagen wir, zwei Wochen zu Hause auf dem Sofa sitzen, dekoriert es aber jeden Tag mit einer neuen Fotodecke (analog zur Fototapete). Wir haben schon mal angefangen mit dem Sofabezug Regenwald, quasi als leichter Übergang. Morgen dann an den Strand mit einem weißsandigen Palmenmotiv. Dazu stehen jeweils die passenden Getränke auf dem Tisch. Im Regenwald Piña Colada, am Strand ein Daiquiri und in der Londoner Telefonzelle (übermorgen) natürlich Champagner.

5. Abenteuerreisen werden einfacher. Man braucht nur sein Smartphone zu Hause liegen zu lassen. Dann wird selbst Offenbach zur Herausforderung. Und erst Salzburg! Schon die Anreise schafft nicht jeder. Und vor Ort wird es dann richtig spannend. Voll die Mega-Challenge. Wo bin ich? Woher komme ich? Wie spät ist es? Welches Wetter haben wir? Wie komme ich jetzt auf Wikipedia? Und wer bin ich eigentlich? What a thrill!

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