Leute neben der Spur (16)

Martin Puntigam goes Space Missionar - Folge 1: Houston, we've got an Ösi

„Ein großes Bier für mich, ein kleines Bier für die Menschheit.“ The Grazian - Ösinaut Martin Puntigam beim Landejubeltraining auf Supererde (Foto: Ingo Pertramer)

„Ein großes Bier für mich, ein kleines Bier für die Menschheit.“ The Grazian – Ösinaut Martin Puntigam beim Landejubeltraining auf Supererde (Foto: Ingo Pertramer)

Die Munich Globe Bloggers haben ein Faible für gute Ösis. Mit den Science Busters haben wir gleich drei davon im Sack (in der Hörbuchversion des neuen Programms Das Universum ist eine Scheißgegend sogar vier). Einen dieser Edel-Austrianer haben wir uns geschnappt für ein Exklusiv-Interview, per Live-Schaltung in den Kosmos: Martin „Brainstrong“ Puntigam. Von außerirdischer Humor-Einstrahlung begünstigt gerieten seine Vorträge LuziprackAtomic Wedgie und Supererde zu wahren Inseln der Lachseligkeit. Als erste Grazer stand Puntigam Daumen voraus an der Vollmilchstraße (3,8% Fett). In einem routinierten Landeanflug exorbitanter Investigativität haben wir Darth Martin gefragt, welche Chance das Universum hat, Mallorca den Rang abzulaufen.

Munich Globe Bloggers (MGB): Der Weltraumtourismus hat noch gar nicht richtig Tritt gefasst, da trittst du mit deinen Science Busters schon auf die Spaßbremse. Ist das Universum wirklich so eine Scheißgegend oder wollt ihr nur die Piefkes abschrecken, damit ihr die Liegestühle für Euch habt?

Martin Puntigam (MP): Der Ehrlichkeit halber muss man festhalten, dass in den meisten Teilen des Universums noch nie ein Mensch war, Augenzeugenberichte also selten sind. Tatsächlich sind viele Gegenden faszinierend, aber eben als Reiseziel nur bedingt zu empfehlen. Wer will und es sich leisten kann, der sollte sich aber von uns nicht abhalten lassen. Und das Wort Piefke käme uns nie über die Lippen, sind wir doch ausgesprochen viel und auch gern in Deutschland auf Tournee. Nicht dass da alle Menschen netter wären als in Österreich, aber für älplerischen Standesdünkel reicht es bei Weitem nicht.

MGBWie seid ihr bei eurer Studie überhaupt vorgegangen? Wie wählt man aus so vielen potenziellen Nichtzielen die ungünstigsten aus. Mit Spickerwurf auf die Sternenkarte?

MP: Studie ist natürlich maßlos übertrieben, es ist ein gut gegliederter Erlebnisaufsatz zum Thema „Mein schönstes Universumserlebnis“. Natürlich ist die Auswahl nicht leicht, weil sich das Weltall ja auch noch ausdehnt, as we speak. Wir haben uns deshalb der Einfachheit halber von der Erde wegbewegt und nach gut 300 Seiten war dann Schluss. Schließlich mussten wir sekündlich mit dem Untergang des Universums rechnen, da wollten wir auf jeden Fall fertig sein mit dem Schreiben.

MGBJetzt mal ein Vergleich für unsere erdverhafteten Leser: Wie viele Mallorcas gibt es da draußen? Und ist gepflegtes Komasaufen noch irgendwo erlaubt? Bietet der Kosmos also eine realistische Chance um, wie du in eurer Performance sagst, „sternhagelvoll“ zu sein?

MP: Im Kosmos gibt es so viel Alkohol, wie man sich kaum vorstellen kann. Auf allen Oktoberfesten aller Zeiten wurde bestenfalls ein winziger Bruchteil dessen versoffen, was das All an Alkohol in der Hausbar stehen hat. Sternhagelvoll ist also vielmehr ein kosmologischer Terminus technicus.

(Weiter zu Folge 2)

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