Lusher, phater, más flipante

10 yummy Travel-Tipps für 2015 – Teil 2

We know the way to the horizon! Kein Welt-Ende ist vor uns sicher. Knokke-Heist, Flandern, Belgien (Foto: Munich Globe Bloggers)

We know the way to the horizon! Kein Welt-Ende ist vor uns sicher. Knokke-Heist, Flandern, Belgien (Foto: Munich Globe Bloggers)

(Hier geht’s zu Teil 1). Neulich in der Drogerie-Abteilung im Supermarkt entdeckte unser Chef eine Toilettenpapier-Marke mit Winter-Edition. Halleluja! Da gingen gleich die Erwartungen mit ihm durch: Beheizte Blätter? Beim Abriss Jingle-Bells-Melodie? Gar Indoor-Schneegestöber? Njet. Einfach nur winterliche Muster drauf. Die ganze Jahresstart-Euphorie unseres Chefs dahin. Und wir dürfen ihn wieder aufbauen. Noch fieser als Teletubbizurückwinken. Da hilft uns der zweite Teil dieser Travel-Tipps wie ein cerveza ex machina. Lusher, phater, más flipante. Wir halten bekanntlich nicht viel von diesem Jahr. Trotzdem sind da ein paar Dinge, auf die wir uns freuen: Das ewige Leben. Ab 19. März brettert der Hader wieder als Brenner über die Big Screen. Und wir schieben unsere vielfach prämierten Designer-Hintern wieder Richtung Echt-Welt. The internet is not enough. We’ll do it the Johnny Cash way: On the road again …

6. Europäische Anti-Kulturhauptstädte: Jedes Jahr kostümieren sich zwei Euro-Citys als Culture-Metros. Dabei leidet Europa schon seit Jahren an Over-Eventing wie Mexiko an Fettsucht und fucking Germany an der Pegida-Seuche alias Kopf-Cholera. Unser Gegenrezept: Detroitify it! 1. Visit Wuppertal. No culture, no hope, no future. Grundehrlicher, nachhaltiger, hausgemachter Decline. Like it. 2. Découvrir Saint-Quentin, Picardie, Frankreich. Sorry, aber welche Stadt benennt sich freiwillig nach einem Yankee-Knast? Geht’s noch. Ok, Johnny Cash hat da mal gespielt. Aber das war viel, viel später. Und auch noch Partnerstadt von Kaiserslautern. Ran an die Charity-Holidays!

7. Sound-Trekking: Das favourite Mixtape aus dem Plastiksarg popeln, Ear-Destroyer aufgesetzt und kucken, welche Travel-Pics das Ding an die Inside-Head-Screen beamt. Berlin? San Francisco? Mull of Kintyre? Gar ein Ticket to the Moon? Anyway. Follow your Tape-Dreams.

8. Friendly Gatherings: Eine beliebige Zahl von Freunden trifft sich am geografischen Mittelpunkt ihrer aktuellen Standorte. Beispiel: Berlin, Limerick, München. Der geografische Schnittpunkt (sofern man nur Orte wählt und nicht Wohnadressen) liegt dann, je nach Berechnungsgrundlage in einem Kaff nordöstlich von Eindhoven, Niederlande (Center of Gravity) oder im Thüringer Wald südwestlich von Gotha (Mitte der kürzesten Distanzen) oder im Nowhere nördlich von Genk, Belgien (durchschnittlicher Längen und Breitengrad). So eine Mitte kann auch ins Wasser fallen. Für Nicht-Schwimmer und Nicht-Segler wäre dann der nächste Festlandort eine Ausweich-Location.

9. Schlauchbootkreuzfahrt: Unsere Antwort auf den Kreuzfahrt-Boom. Cruise it the small way. Rubber Boat Cruising à la Munich Globe Bloggers macht man auf überschaubaren Gewässern. Vor unserem Fenster bewerben sich Ammersee und Starnberger See, aus Ösiland u. a. der Wörthersee in Kärnten. Die Seen sollten nicht viel größer sein als 50 bis 60 km² und halbwegs culturekompatibel besiedelt – für einen erlebnishungrigen Landgang. Dann kann die Crew in peinlichen Schlauchboot-Cruise-T-Shirts (Aida-Modus) über die Aborigines herfallen wie einst fucking Columbus über die Indianer.

10. Random City Stalking: Man folgt einem zufällig ausgewählten Menschen oder Alien durch die nicht zu kleine Stadt – in einem unaufdringlichen Abstand. Logo. Es geht ja nicht um diesen speziellen Passanten, sondern darum, eine neue Route durch die Stadt zu finden, bei der man hoffentlich allerhand Neues entdeckt. Hat der Vorläufer sein Ziel erreicht, folgt man einfach einem anderen Passanten. Bis man was Cooles entdeckt oder Hunger hat.

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