Blogging in the Rain (3)

MGB Vision-Camp am Giant's Causeway

How many rain must a hiking boot suck, before he can rest on these stones? A f* lot, Bobby, but we made it: Giant's Causeway (Foto: Munich Globe Bloggers)

How many rain must a hiking boot suck, before he can rest on these stones? A f* lot, Bobby, but we made it: Giant’s Causeway (Foto: Munich Globe Bloggers)

(Hier geht’s zu Folge 1). „Wot ju sink?“ Die Hand des Chefs glitt in einer selten elegant fließenden Bewegung über die nordirische Landschaft. Wir zitierten sofort Monty Python and the Holy Grail: „One day, lad, all this will be yours.“ „What, the curtains?“ Der Chef war not amused und sanktionierte uns Praktikanten jeweils mit 20 Burpees – Liegestütze mit Strecksprüngen. Sind mächtig en vogue. So wie diese dämlichen Eiskübel-Duschen. Sonst lästert der Chef nur über die Yankees, aber für Quäl-Trends made in USA hat er immer ein Van-Gogh-Ohr übrig. Zum Glück waren wir gerade auf einem Holzsteg und nicht mitten in einem Schaf-Minen-Gelände. Endlich fand Superpam eine Antwort. „Wonderful. Panorama macht das Frühstück gut. I need a coffee.“

Wir waren in Portballintrae gestartet und wackerten an der Küste entlang. Ein blaue Plakette sagte uns, wir befänden uns auf dem Causeway Coast Way und außerdem auf dem Ulster Way. Ich wette meine golfplatzgrüne Stealth-Regenjacke, dass die irischen Pelikan-Malkästen nur Grüntöne haben: Ulstergrün, Ultracausewaycoastwaygrün, Erbsengrün, Meergrün, Moorgrün, Himmelgrün, Haustürengrün, Titanicuntergangssosmorsegrün …, sagte L. Zocco, offenbar in Zockerlaune. Depends, oberschlaute der Chef, die nordirischen Pro-Britain-Proleten haben genau drei Farben im Malkasten: weiß, rot und blau. Davon aber reichlich. Sie pinseln ja ständig den ollen Union Jack an jede gut sichtbare Straßenecke.

Die meiste Zeit war es still wie in einer Karawane. Begleitet von einer freundlichen Brise und einer glaubwürdigen Sonnen-Fata-Morgana. So zogen wir durch die dreidimensionale Foto-Tapete. Mit wort-leerem Mund staunt es sich am besten. Nur hier und dort löste ein charismatisches Felsengesicht ein Leck mich grün! oder Wie grün ist das denn! aus einem unserer Münder wie einen wackeligen Zahn. Nach 1,5 Stunden und 20 Burpees pro Praktikant erreichten wir das Giant’s Causeway Visitor Centre. Die überteuerte Bude umrundeten wir großräumig. Stattdessen klatschten wir nacheinander eine rote Telefonzelle ab: Give me a G.! Give me an I! Give me an A.! Give me an N.!Give me a T.! Der Chef hatte uns vor die Wahl gestellt: entweder dieses Touch-of-Genius-Ritual oder Burpees. Wir entschieden uns einstimmig für peinlich.

(Weiter zu Folge 4)

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