Leute neben der Spur (6)

Miss Nomadenpenny - Folge 3: Nie mehr Tubing in Vang Vieng

Don't worry, be Conni: Nomaden-Business im grünen Somewhere (Foto: C. Biesalski)

Don’t worry, be Conni: Nomaden-Business im grünen Somewhere (Foto: C. Biesalski)

(This way zu Folge 1 des Interviews). Und hier geht’s in die dritte Runde unserer Plauderei mit Worldgirl Conni Biesalski.

MGB: Wenn du immer woanders bist, woher kommen deine Freunde?

Conni Biesalski: Ich habe ein paar sehr alte Freunde hier in Berlin, die mir wohl mein Leben lang erhalten bleiben werden. Da macht es wenig aus, wenn ich oft weg bin. Diese Freundschaften haben all meine Reisen überstanden, und ich habe keinen Zweifel, dass das so weiter geht. Ich habe auch neue Freunde in Berlin gewonnen, darunter Reiseblogger, digitale Nomaden und Online-Unternehmer. Durch das viele Reisen und rumtingeln habe ich mittlerweile viele Freunde auf der ganzen Welt, was ich sehr bereichernd finde.

MGB: Wie und mit wem bewegst du dich auf deinen Reisen?

CB: Zumeist fahre ich mit den lokalen Verkehrsmitteln, mit denen auch die Einheimischen reisen. Gerne alleine, aber auch mit Freunden. Wenn ich alleine unterwegs bin, gibt es nur ganz wenige Zeiten, an denen ich wirklich alleine bin. Ich suche immer Kontakt zu anderen Menschen und liebe es neue Leute kennenzulernen. Schön ist es natürlich auch, wenn man jemanden an seiner Seite hat, mit dem man jeden Moment teilen kann. Für mich hat beides Vor- und Nachteile, keins von beidem ist wirklich besser oder schlechter.

MGB: Was antwortest du auf Reise-Fragen à la Woher kommst du? oder Wo bist du zu Hause?”?

CB: Frage 1: Deutschland. Und dass ich in Bayern aufgewachsen bin, aber die letzte Zeit viel in Berlin verbracht habe. Frage 2: Wohl derzeit ein wenig in Berlin, aber im Grunde überall auf der Welt. EIN Zuhause habe ich so nicht, eher mehrere.

MGB: Nach welchen Kriterien wählst du deine Reiseziele aus?

CB: Wirkliche Kriterien habe ich da nicht, oftmals überkommt mich einfach die Lust. Aber ein Beispiel vielleicht trotzdem: Im Januar und Februar war ich in Mexiko. Warum? Billigster Flug nach ganz Mittel- und Südamerika, warmes / tropisches Klima, Beach, Berge, Städte, gutes Internet / Wi-Fi.

MGB: Deine „places to see before you die”?

CB: Wo ich unbedingt noch hin muss: 1. Ningaloo Reef, Australien; 2. Patagonien; 3. San Francisco; 4. Baja California; 5. Argentinien; 6. Philippinen; 7. Neuseeland.

MGB: Und deine „places to rather die before going there again”?

CB: 1. Playa del Carmen, Mexiko; 2. Koh PhiPhi, Thailand; 3. Tubing in Vang Vieng, Laos (gibt’s nicht mehr) (*); 4. Phuket, Thailand

[*) “Tubing in Vang Vieng” steht quasi für Extreme-Toxing und Massen-Koma à la Spring Break und Iron Ballermann; Anm. der MGB]

(Weiter zu Folge 4)

4 comments to Leute neben der Spur (6)

  • Oli

    Ich finde es sehr schade, dass es das Tubing nicht mehr gibt. Das war wirklich eine ganz wundervolle Sache, in einem Reifen den Fluss runter zu gondeln. Allerdings muss das in den letzten Jahren schon recht krasse Ausmaße angenommen haben. Ich hab es vor rund zehn Jahren ausprobiert und fand es als etwas vom Entspannendsten überhaupt. Als ich dann vor etwa fünf Jahren ein zweites Mal in Vang Viang war, gab’s nur noch überall Besoffene und Bekiffte, die nicht wussten, wie sie noch krasser ins Wasser springen sollten. Das Problem ist nicht das Tubing selber, sondern die Art von Touristen, welche Vang Viang anzieht.

  • Ganz deiner Meinung Oli, deshalb haben wir unsere Technik-Praktikantin Wai Lin damit beauftragt, in einem geheimen Labor in Phaic Tăn, Südostasien, eine neue Generation von Tubing zu entwickeln: Underwater-Tubing. Wer per se nicht auf das Toxing verzichten will, kann sich ja statt der Sauerstoffflasche eine Bierflasche (XXL) an die Schulter tackern.
    Cheers!
    Die Munich Globe Bloggers

  • Raphaela

    Also das Tubing in Vang Vieng an sich gibt es schon noch!! Nur das Besaufen nicht mehr, da die meisten (ca. 3 gibts noch) Bars geschlossen wurden! War dort Ende März 2013, hat Spaß gemacht!!! :-D

    LG Raphaela

    • Lord Waldemar

      Merci mucho, Raphaela, für das Tubing-Update! Ich glaube, Conni bezog sich in ihrem Tubing-Statement auf eben diese spezielle Retox- oder Spring-Break-Variante. Trotzdem gut, wenn jemand the little difference absteckt wie du und Oli neulich. Also Folks: Koma-Tubing ist out, Bleifrei-Tubing ist in.
      Cheers!
      Lord W., Munich Globe Bloggers

Leave a Reply

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

  

  

  

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.