Lonely Hauptstadt

Touristest du noch oder bist du schon Gidsy?

Schrägvögel sind eine weit verbreitete Gattung (Screeny: Gidsy Berlin)

Schrägvögel sind eine weit verbreitete Gattung (Screeny: Gidsy Berlin)

Berlin, Stadt der unvollendeten Projekte. Versucht man die Anreise nicht gerade mit dem Flieger oder einem anderen troubleaffinen Verkehrsmittel, ist ein überdehntes Hauptstadt-Wochenende eine feine Sache. Allemal, wenn man es projektlastig und nebenspurig mag. Wie das geht, zeigt Gidsy (von gids, holländisch für Touriguide), ein frisches Portal für Leute, die was Schräges anzubieten haben – für andere Locals und Touris. Gidsy operiert weltweit. Amsterdam, Buenos Aires, Frisco, London, New York, Tokio. Und am hintersten Hintern der Welt. Anything goes. Kiez-Tour und Weltreise-Seminar, Workshops für Socken-Affen, Bierfass-Lampen und Luftgewehr-Actionpainting. „Book unique activities organized by real people, anywhere!“ Berlin mit seiner Projekt-Menschen-Dichte ist gefühlte Weltgidsyhauptstadt. Zum Glück war unser B-Korrespondent Max Lichtenberg mal kurz auf Draht. Hat extra sein Whatsof*ever-3-D-Projekt einen kalten Nachmittag lang eingefroren, um unserm Fan-Blog (Hohoho) ein Gidsy-Weekend zusammenzuschustern. Voilà!

Erster Tag

1. Berlin unplugged mit dem Real Berlin Experience. Vanessa S. knows the way to the Guerilla-Gärten und Großstadt-Farmen, zu den Streetart-Projekten und Underground-Galerien. Daytime-Raves? Na klar. Even Punk is not totally dead. Vanessa ist der Gidsy-Star. Sogar Mr. Lonely Planet hat sie auf dem Radar. Variante: Do the Bowie Walk.

2. Trabi mieten und wie ein echter Antik-Ossi durch den Wilden Osten heizen und rußen: Pankow, Marzahn, Lichtenberg … Für große und kleine Feiglinge gibt’s die Hippie-Variante im VW-Bus mit Fahrer.

3. Noch unbefriedigt? Wir raten zum Date mit Date-Doc Patrick. Der Onkel garantiert Erfolg. Wer lieber mit seinem Bier alleine ist, kann die Aborigines auch aus der Ferne studieren. Und dem Objekt der Begierde einen Brief schreiben. Brief? Yep. Gnadenlos analog, f* Old School wie bei Barney Geröllheimer unterm Mammut-Teppich. But with a little twist!

 

Zweiter Tag:

1. Locker machen, Leute. Jetzt kommt Figure Running. Mit der flotten Willempje durch den Kiez joggen. Von oben oder auf der Karte betrachtet, markiert der Laufweg die Silhouette einer Figur. Kiez und Muster sind frei wählbar. Wir empfehlen einen gestreckten Mittelfinger im Regierungsviertel.

2. Selbst in Berlin ist Fliegen möglich. Auf dem Schleichweg. Manuel rotiert mit seiner Cessna eine Stunde lang über der Stadt. Keine Angst, er landet auch wieder – mit großer Wahrscheinlichkeit in Berlin und nicht wie befürchtet auf dem Roten Platz in Moskau.

3. Mitbringsel? Der letzte Hauptstadt-Seufzer ist ein selbstgebauter Berliner Hocker aus der Serie Hartz IV Möbel. All you need is a paar Bretter. Know-how verticken die Betahäusler.

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