Dublin’s Quirky Seven – Das Special (3)

A Blast in the Ghetto: Dublin Flea Market

Goodbye, Rubik's Cube's Day! Absolute Retro-Eden, dieser Dublin Flea Market (Design: Davey Ahern / Dublin Flea Market)

Goodbye, Rubik’s Cube’s Day! Absolute Retro-Eden, dieser Dublin Flea Market (Design: Davey Ahern / Dublin Flea Market)

(Hier geht’s zu Folge 2). All I needed was rain. Könnte in den Memoiren unseres Chefs stehen. Einen Grund muss es ja geben, dass er ständig nach Irland fährt, wenn er nicht gerade in seiner Münchner Stammkneipe Theken-Zen praktiziert. Dabei behauptet er, vom Standpunkt des gehobenen Regenanbeters sei Irland einer seiner größten Flops gewesen. It never rains in quirky Dublin … bam bam bam. Und das Guinnesstrinken sei in Wahrheit ein altes irisches Befeuchtungsritual ähnlich dem Regentanz einiger Indianerstämme. Wir wissen natürlich, warum der Chef ein Faible für Dublin hat. Einmal das gute Gefühl, ausnahmsweise am richtigen Ort zu sein. Und einmal all diese kleinen Quirkytäten. Wie Dublin Flea Market.

A bizarre bazaar of vintage clothing, bric-a-brac and what-nots heißt die Tagline auf dem Plakat, das jeden Monat neu gestaltet wird, jedes Mal von einem anderen Künstler. Die Halle steht ein bisschen südwestlich von St. Patrick’s Cathedral. Wären wir spirituelle Menschen, würden wir den Heiligen-Geist-Download direkt in reinste Shopping-Energy umwandeln. Bei unserem Budget würden wir allerdings nicht weit kommen. Aber das Schönste am Fleamarkting ist ja gar nicht das Kaufen sondern in den Gefühlen zu planschen, die dieser olle Tand aus dem Nichts hervorzaubert. „Ein guter Flohmarkt ist besser als jede Geschichtsstunde”, sagt unser Chef – der alte Schaumologe. „Geschichte besteht zu mindestens 90 Prozent aus Alltag. Und der konserviert sich nirgendwo so gut wie in Gegenständen, die einmal der letzte Schrei waren, Jahre später nur noch der letzte Heuler und irgendwann plötzlich Kult.” Blub, blub, Chef.

Bei Maxwell’s Silver Hammer. So viel Sixties und und Seventies. Da spielen die Lauscher gleich automatisch den Soundtrack dazu. Working for peanuts is all very fine / But I can show you a better time … Die Stimmung auf dem Dublin Flea Market ist noch besser als auf den Münchner Hofflohmärkten. Wie auf einem netten Festival. Viel Plausch und Party. Nicht mal unser unrhythmisches Gezappel findet Anstoß. Manchmal spielen hier Livebands, lesen wir im Reiseführer unsere Chefs. Heute sind es die Beatles, aber nur inhead. Und Konserve. Macht nix, Chef. Wir glauben dir trotzdem. Wer solche Locations kennt, kann kein totaler Vollpfosten sein. Cheers!

(Weiter mit Folge 4)

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