Tod durch Zwerchfellbumm

Zu Gast bei Borats chlorreichen Nachbarn

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Trink mich jung, Baby! Vier Zähne für ein Halleluja (Cover: Heyne Verlag)

„Zwar sind die Molwanier konservativ, doch haben sie in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, und in vielen Landesteilen ist für Männer der Schnurrbart nicht mehr zwingend vorgeschrieben. In einigen größeren Städten ist sogar die Verwendung von Kölnisch Wasser zulässig.“

Bei allem Respekt vor den großen Traumreiseklassikern: Weder Bitterfeld noch Tschernobyl, ja nicht einmal die kasachische Kulturmetropole Kuzcek können Molwanîen den Knoblauchschnaps reichen. Die Entdeckung dieses Paradieses der Latrinisten, Ungeziefer und Bausünder verdanken wir den selbst- und furchtlosen Globe-Spöttern Rob, Tom und Santo aus dem Kopfstandland Downundering.

Die Autoren destillieren das meist ignorierte Land der Welt für den Tourismus und nötigen das Universum mit dem abgefahrensten Reisehelfer seit dem Urknall (einschließlich Per Anhalter durch die Galaxis). Ein herzhaftes „Fuck you!“ an all die lifestyle-to-goigen, amphorenscherbenzählenden, floskelverlausten Flugzeugschlafhilfen dieser Welt. Garantie: Mit einem Jetlag Travel Guide in der Tasche liegen die gefühlten Überlebenschancen in Molwanîen und jedem anderen Ort östlich des aktuellen Standorts zwischen betonsoliden 2 und 3 Promille.

Santo Cilauro, Tom Gleisner & Rob Sitch: Molwanîen. Land des schadhaften Lächelns, 2005, Heyne Verlag

 

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