Nichts ist unmöglich. Pröve

Durch Indien im Rollstuhl

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Den Taj Mahal für eine Rampe (Foto: Andreas Pröve/Cover: Piper Verlag)

„Ich hatte es geahnt! Die Badschai-Moschee steht auf einem riesigen Sockel und wieder einmal grinsen mich mindestens fünfzig Stufen hämisch an. Eine winzige Hoffnung keimt in mir, dass ich vielleicht auf der anderen Seite eine Rampe vorfinde.“

Es gibt keine Rampe. Wie so oft während seiner Reise ist Andreas Pröve auf Hilfe angewiesen. Sein Ziel: von Europa über den Landweg nach Indien und dort den Ganges entlang. Von der Mündung bei Kalkutta bis zur über 4000 Meter hoch gelegenen Quelle. Alles allein und im Rollstuhl. Ein echter Globetrotter lässt sich auch von einer Querschnittslähmung nicht daran hindern, immer wieder durch Asien zu reisen.

Pröves Reisebericht ist keine Heldengeschichte. Im Mittelpunkt steht nicht die Leistung, sondern die Erlebnisse und Begegnungen. Pröve schreibt witzig und selbstkritisch. Vor allem die ungewöhnliche Perspektive aus der er berichtet (bzw. berichten muss), macht dieses Buch aus.

Pröve fällt es schwer, aufzugeben. Nur so hat er sein Reiseziel erreicht. Doch Pröve steht auch zu seinen Selbstzweifeln, wie auf jener Bergstrecke im Himalaja: „Wem will ich etwas beweisen? Welches Abenteuer glaube ich auf dieser  Straße zu erleben? Ist es nicht völlig idiotisch, sich abzumühen (…)?“

Andreas Pröve: Mein Traum von Indien. Mit dem Rollstuhl von Kalkutta bis zur Quelle des Ganges, 2004, Piper Verlag

 

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